Weit sehe ich, weit in die Welten all (Hörbuch)

Weit sehe ich, weit in die Welten all (Hörbuch)

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Beschreibung

Weit sehe ich, weit in die Welten all (Hörbuch)
Götterlieder der Àdda

PalmArtPress Webseite


Übersetzt und Gelesen von Ilse Ritter.

Regie: Hannes Hametner


Ilse Ritter übersetzte neun ausgewählte Götterlieder neu und entdeckte in den Texten der nord-europäischen Seher eine mythisch-poetische Sicht der Welt. Träume und Sprache sind ur-gestaltende schöpferische Kräfte. Die Energie des Lichtes, die Kräfte der Natur und schließlich die Sprache führen den Menschen an die Quelle der Schöpfung. Der Lebensbaum Ygdrsiln ist Symbol für Wachstum, Blühen, Entfaltung, Frucht und Samen – den Kreislauf des Lebens. Die Sprache der Dichter ist die „Liebesbrücke“ zwischen den Formen und ihrer geistigen Entsprechung, die Sprache selber, ganz im Sinne der Poetologie, ein Akt der Schöpfung.

Es ist das Licht der Schöpfung (die Liebe, die Vernunft, der Glaube), welches das fragile kunstvolle Gleichgewicht der Natur erschafft. Sie verliert den Kampf gegen das Dunkel: Gier, Lüge, Hass (Vorläufig!). Hier wird die Gier nach Gold erstmals beschrieben als ein Abgrund, ein Irrweg, der das Unheil in die Welt brachte und unsere Lebenswelt verwüstet. In der Folge ist die „Vjöl-uspa“ eine Schilderung erschreckender Naturkatastrophen gewaltigen Ausmaßes: Vulkanausbrüche, Erd- und Seebeben, Überflutungen ganzer Länder, Finsternis der Sonne, Erde und der Gestirne.

Die Schöpfung erinnert den Menschen daran, dass er ein Teil des schöpferischen Kosmos ist und nicht Herrscher der Natur.


„Ilse ist ein fragiles Wesen mit riesigen Augen, die mich aufnehmen wie Kameras, ja, als wären sie künstliche Gegenstände, schaut sie mich an, und sie spricht nicht als ob sie ich wäre, sondern sie wird ich, vielleicht mehr als ich es je sein könnte. (…) Indem sie in mich hineingeht und durch mich hindurch, als gäbe es mich gar nicht … so gibt es mich aber für wenige Bühnenmomente sehr wohl, mehr als es mich wirklich gibt und geben könnte. Sie können gar nicht wegschauen, wenn Ilse Ritter mich gibt und daher: Mich mir gibt.“

Elfriede Jelinek, über Ilse Ritter als Elfriede Jelinek in der Uraufführung „Am Königs Weg“