Die Afrikaanerin

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Beschreibung

Die Afrikaanerin

Leseprobe

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Hass und Liebe, Schuld und Erlösung unter dem Himmel von Afrika

Das komfortable Leben der Wissenschaftlerin Zoe Du Plessis (35) wird durch den brutalen Mord an ihrem Geliebten Dario erschüttert. Von Schuldgefühlen geplagt, flieht Zoe auf den alten Familiensitz in der Kap-Wein-Region. Als sich das Land, das sie zu kennen glaubte, mit dem Ende der Apartheid verändert, ist Zoe konfrontiert mit den dunklen Geheimnissen aus der afrikanischen Vergangenheit ihrer Familie. Ihre Reise der Trauer, der Sühne und der Selbstfindung führt sie auf eine Expedition in den sengenden Sand der Kalahari-Wüste, wo sie nach menschlichen Fossilien sucht. Auf ihrem Weg hat Zoe tiefgreifende Begegnungen mit einem Buschmann-Schamanen, dem problembeladenen Schriftsteller Kurt, ihrem Bruder und seinem Partner sowie einem Zulu Grenzkriegsveteranen, der zum Rasta wurde. Schließlich bringt Zoe die Grundwahrheiten über sich selbst ans Licht, die sie nach Sansibar führen, wo sie zu ihrer Würde und Freiheit findet.


Auszug aus dem Buch:

Daniel lässt nicht locker: „Ich habe gehört, dass das 32ste Bataillon die Apartheid Gesetze nicht einhielt; stimmt das?“ „Ja, richtig. Breytenbach war Soldat, mit Leib und Seele. Er wusste, im Kampf muss man seinen Kameraden und Vorgesetzten blindlings vertrauen können. Unsere Kommandanten waren alle weiß, aber wir haben unsere Rationen am selben Tisch gegessen, dieselben Latrinen benutzt, in denselben Kasernen geschlafen. Pretoria hat das nicht gern gesehen, und sie haben den Colonel unter Druck gesetzt, das zu ändern. Er ist nicht davon abgerückt, nicht einen Inch.“ Der Rauch des dagga steigt auf in den Nachthimmel und der Rhythmus, den die Frauen klatschen, wird schneller. Zoe sieht, wie die beiden Männer jenem fernen Nachhall lauschen. Das Feuer erhellt züngelnd ihre versunkenen Gesichter und wirft Schatten wie Halluzinationen gegen das dichte Buschwerk. Nach einer Weile nimmt Sam seine Geschichte wieder auf, sein Ton ist tiefer, grimmiger geworden: „Die Angst vor dem Tod macht aus dir einen völlig anderen Menschen, weißt du. Jedes Moralempfinden geht den Bach hinunter.“


Stimmen zum Buch:

„Ein hinreißender Roman … Dagninos Erzählweise gibt dem Erzähler sein fundamentales Mandat zurück, i.e. die Dokumentation des Zeitgeistes an jedem Ort, und besonders in einem Land, dessen Geschichte uns alle berührt hat. Die Afrikaanerin ist eine außergewöhnlicher Roman von einer außergewöhnlichen Autorin.“

– Ian Thomas Shaw, Ottawa Review of Books


„Man muss Arianna Dagnino zu ihrer Erzählkunst gratulieren, ihre sorgsame Wortwahl beschreibt die Schönheiten Südafrikas und bietet damit ihren Lesern eine kulturelle Erziehung.“

– Judith Reveal, New York Journal of Books